Trompeterlied
von Viktor von Scheffel
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Es ist im Leben häßlich eingerichtet,Pia Schanz als "Trompeter von Säckingen"
Daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
Zum Schluß kommt das Voneinadergehn,
In Deinen Augen hab’ ich einst gelesen,
Es blitzte drin von Lieb und Glück ein Schein:
    Behüt’ Dich Gott! Es wär so schön gewesen,
    Behüt’ Dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Leid, Neid und Haß, auch ich hab’ sie empfunden,
Ein sturmgeprüfter, müder Wandersmann.
Ich träumt’ von Frieden dann und stillen Stunden,
Da führte mich der Weg zu Dir hinan.
In Deinen Armen wollt’ ich ganz genesen,
Zum Dank Dir mein junges Leben weihn:
    Behüt’ Dich Gott! Es wär so schön gewesen,
    Behüt’ Dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Die Wolken fliehn, der Wind saust durch die Blätter,
Ein Regenschauer zieht durch Flur und Feld,
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter,
Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
Doch wend’ es sich zum Guten oder Bösen,
Du schlanke Maid, in Treuen denk ich Dein!
    Behüt’ Dich Gott! Es wär so schön gewesen,
    Behüt’ Dich Gott, es hat nicht sollen sei

 

Behüt Dich Gott

Stadtmusik Bad Säckingen
Berühmtes Lied aus der Oper
"Der Trompeter von Säckingen"
Von Victor E. Neßler,
1884 in Leipzig uraufgeführt
Blasorchesterarrangement: Rolf Schneebiegl/H.-G.Linke
Solist: Edwart H. Tarr, Trompete